Hausbau Checkliste
Lebens- und Wohnträume verwirklichen

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Hausbau Checkliste
Lebens- und Wohnträume verwirklichen

Damit Sie sorgenfrei Ihr neues Zuhause planen können und bei der Verwirklichung Ihres Traumhauses nichts vergessen, haben wir für Sie eine Checkliste für den Hausbau in Österreich zusammengestellt.Eine sorgfältige Planung kann Ihnen helfen Zeit, Kosten und Nerven zu sparen. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Umsetzung Ihrer Wohnträume.

Sie können die Checkliste hier auch direkt als .pdf herunterladen.

Checkliste für den Hausbau herunterladen

Schritt 1: Planung und Finanzierung

Sie haben sich entschieden selbst zu bauen. Das ist der ideale Weg um die eigenen Wohnträume umzusetzen. Die Kosten für den Bau sind sehr verschieden und richten sich nach Ihren individuellen Wünschen. Der Bau von verschiedenen Etagen, wie beispielsweise Keller, erhöhen die Kosten für Ihr Bauvorhaben enorm.

Ein Haus selbst zu finanzieren ist jedoch praktisch in den meisten Fällen unmöglich. In der Regel muss eine Finanzierung bei einer geeigneten Bank angefordert werden, um die Kosten von Grundstück und Haus zu decken.

Um abschätzen zu können, wie hoch der Bedarf an finanziellen Mitteln ist, bedarf es einer sorgfältigen Planung im Vorhinein:

Für die Finanzierung ergeben sich folgende zwei Kernfragen:

Wie viel Eigenkapital steht mir zur Verfügung?
Wie viel Fremdkapital muss für die Verwirklichung aufgewendet werden?


Vereinbaren Sie bei einem geeigneten Kreditinstitut (in der Regel Ihrer Hausbank) einen Termin für ein Beratungsgespräch. Nehmen Sie alle erforderlichen Unterlagen (zB Gehaltszettel, etc.) mit. Ihr Berater/Ihre Beraterin erstellt dann gemeinsam mit Ihnen eine Haushaltsrechnung und berät über Kredithöhe und monatliche Raten.

Lebens- und Rohbauversicherung:
Nehmen Sie auch rechtzeitig Kontakt mit Ihrer Versicherung auf. Oft ist es notwendig den Kredit mit einer Lebensversicherung zu besichern. Denken Sie auch daran vor Baubeginn eine Rohbauversicherung abzuschließen.



Schritt 2: Grundstück

Damit man sich den Traum vom Eigenheim erfüllen kann, benötigt man zuerst ein geeignetes Grundstück. Neben den Kosten für das Grundstück entstehen auch eine Reihe von Nebenkosten im Rahmen des Erwerbs. Der Preis eines Grundstücks wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Gemeinde können Sie herausfinden, ob ein Grundstück für den Bau geeignet ist.

Folgende Kosten (Stand: Juli 2020) können beim Grundstückskauf entstehen:

  • Grundstückpreis
    Der Preis des Grundstücks wird durch Nachfrage und Angebot geregelt. In der Regel ist der Preis pro m² in der Stadt höher als am Land.

  • Anwalts-/ Notarkosten
    Ein Notar bzw. Rechtsanwalt erstellt den Kaufvertrag für das Grundstück und stellt gleichzeitig den Antrag auf „Eintragung ins Grundbuch“ beim zuständigen Gericht. Die Unterschrift auf dem Kaufvertrag muss gerichtlich bzw. notariell beglaubigt werden („Beglaubigung der Unterschrift“). Die Anwalts- bzw. Notarkosten belaufen sich auf circa 1-3 % des Kaufpreises.

  • Grundbuchgebühr („Eintragung ins Grundbuch“)
    Die Grundbuchgebühr beträgt 1,1 % vom Kaufpreis.

  • Grunderwerbssteuer
    Die Grunderwerbssteuer beträgt 3,5 % vom Kaufpreis.

  • Maklerprovision
    Sofern an der Abwicklung ein Makler beteiligt ist, entstehen auch dafür Kosten. Die Höhe der Provision ist abhängig von der Höhe des Kaufpreises. Die maximale Provision beträgt 4 % des Kaufpreises.

  • Er- und Aufschließung
    Jedes Grundstück muss aufgeschlossen werden (d.h. Wasser, Strom, Gas, Fernwärme, Abfall, Abwasser, Telefon muss für das Grundstück bereitgestellt werden) und deshalb ist es ratsam, schon vor dem Grundstückskauf herauszufinden, ob und wie weit das Grundstück aufgeschlossen ist. Ein nicht aufgeschlossenes Grundstück verursacht erhebliche Mehrkosten. Das unaufgeschlossene Grundstück ist in der Regel billiger.

Schritt 3: Hausplanung

Nachdem man ein geeignetes Grundstück erworben hat, kann man sich um die Planung des Hauses kümmern.

Bei der Hausplanung können Sie Ihren Vorstellungen unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen freien Lauf lassen und Ihre Träume verwirklichen. Es macht jedoch Sinn, sich bei der Planung schon Gedanken um die Zukunft zu machen (z.B. Kinderwunsch, Gebrechlichkeit, etc.). Ein Architekt kann Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Ideen helfen und Ihnen einen maßstabsgetreuen Entwurf erstellen.

Folgende Fragen sollte man sich bei der Hausplanung stellen:

  • Wie groß ist die Wohnfläche?
  • Wie viele Etagen sollen gebaut werden?
  • Wie viele Räume werden benötigt?
  • Soll barrierefrei gebaut werden?
  • Wie gestaltet sich die Hauszufahrt?
  • Benötige ich eine Garage? Kfz-Unterstellplatz?
  • Wie groß ist die Gartenfläche?

Es ist auch sinnvoll, sich detailgetreue Gedanken zum Innenausbau zu machen (Bad, Küche, etc). Ideen dazu kann man sich z. B. in Möbeleinrichtungshäusern, Wohnstudios etc. holen.

Das Ergebnis der Planung ist ein maßstabsgetreuer Plan, der einerseits für die Einreichung der Baubewilligung erforderlich ist, andererseits als Hilfs- und Kontrollwerkzeug der Bauarbeiten für Sie bzw. den Baumeister zur Verfügung steht.


Schritt 4: Baubewilligung und Behördenwege

Die Gesetzgebung und -vollziehung in Sachen Baurecht obliegt den einzelnen Bundesländern. Aus diesem Grund läuft das Verfahren der Baubewilligung in den einzelnen Bundesländern verschieden ab. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte der Bauordnung Ihres Bundeslandes bzw. Ihrer Gemeinde.

Grundsätzlich müssen folgende Dokumente für die Baubewilligung der Gemeinde bzw. dem Magistrat vorgelegt werden:

  1. Bauansuchen
    Mit diesem Formular wird das Verfahren eröffnet und der Sachverhalt bearbeitet.

  2. Eigentumsnachweis
    Damit ist der Grundbuchauszug gemeint, erhältlich beim zuständigen Bezirksgericht (nicht älter als drei Monate).

  3. Zustimmung des Grundeigentümers bzw. der Miteigentümer
    Schriftliche Zustimmung der Grundeigentümer. Dieses Dokument entfällt, wenn das Grundstück im Besitz des Grundeigentümers ist.

  4. Anrainerverzeichnis
    Das Verzeichnis der Anrainer enthält Informationen zu angrenzenden Grundstücken (Wohnadresse, Name der Eigentümer, etc).

  5. Baubeschreibung (2-fach)
    Ein schriftlicher Bericht über das geplante Vorhaben kann enthalten:

    • Erläuterung des Vorhabens
    • Größe des Grundstücks
    • Größe der bebauten Fläche
    • Größe des umbauten Raumes
    • Angaben für die Ermittlung der Abstandsflächen
    • Angaben zur Energieeffizienz (Energieausweis)


  6. Lageplan (Maßstab 1:500, 2-fach)
    Kann enthalten:

    • Lage und Größe des Vorhabens
    • Anrainergrundstücke
    • Grundstücksnummern   
    • Grenzabstände
    • vorhandene bauliche Anlagen
    • Darstellung für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
    • Verbindung zu einer öffentlichen Verkehrsstraße
    • Darstellung der Abstandsflächen

  7. Bauplan (Maßstab 1:100, 2-fach)
    Dient der Baubehörde zur Beurteilung des Vorhabens und muss deshalb die erforderlichen Grundrisse, Schnitte und Ansichten inkl. Maßangaben enthalten.

  8. Nachweis über die Wasserversorgung
    Bei Privatbrunnen müssen die wasserrechtlichen Anforderungen (chemische und physikalische Werte des Wassers) nachgewiesen werden.

  9. Nachweis über die Abwasserbeseitigung

  10. Nachweis über die Stromversorgung

Schritt 5: Bauphase

Ein geeigneter Baumeister übernimmt für Sie die Bauleitung und sorgt für einen reibungsfreien Ablauf während des Baubetriebs.

Grundsätzlich haben Sie freie Wahl bei der Auswahl der Handwerkerbetriebe. In der Regel sind folgende Handwerkergruppen an Ihrem Hausbau beteiligt:

Rohbau

    • Maurer und Betonbauer
    • Gerüstbauer
    • Zimmerer
    • Spengler
    • Dachdecker


    Innenausbau

    • Elektriker
    • Sanitärinstallateur und Heizungsmonteur
    • Fensterbauer
    • Trockenbauer
    • Boden- bzw. Fliesenleger
    • Maler und Tapezierer


    Es ist nicht unbedingt einfach, den/die richtigen Handwerker zu finden. Erkundigen Sie sich bei Familie, Freunden und Verwandten, um Empfehlungen einzuholen. Eine gute Recherche im Internet bietet Ihnen eine gute Möglichkeit, um den/die geeigneten Handwerker für Ihr Haus zu finden. Achten Sie dabei auf die Dauer des Firmenbestehens, Seriosität und Beratung, Kundenreferenzen, Pflege der Webseite, etc.


    Schritt 6: Einzug

    Der Einzug in das neue Zuhause steht an. Nutzen Sie unsere Checkliste zum Thema Umzug, um auch hier nichts zu vergessen und die Übersiedlung so sorgenfrei wie möglich zu gestalten.